Pflegekinder benötigen Unterstützung bei der Bewältigung ihrer meist schwierigen Lebensgeschichte

Familien geraten aus unterschiedlichen Gründen in Krisen- und Notsituationen, z.B. durch andauernde Überforderung der Eltern, psychische und physische Erkrankungen, süchtiges Verhalten oder auch belastende äußere Umstände wie Arbeitslosigkeit oder Trennung.

Wenn Eltern das alltägliche Leben mit ihren Kindern nicht mehr regeln können, haben sie Anspruch auf Hilfe und Unterstützung beim Jugendamt. In der Regel besteht der erste Schritt darin, der Familie unterstützende und ergänzende Hilfen anzubieten. Häufig sind diese Hilfen erfolgreich. Gelingt es den Eltern jedoch nicht, sich so zu stabilisieren, dass sie ihre Kinder wieder selbst versorgen können, kann es zur Unterbringung in einer Pflegefamilie kommen. Eltern bleiben weiterhin an der Ausgestaltung der Erziehungshilfe beteiligt.

Gibt es allerdings keine Einigung über die geeignete Hilfe oder Eltern wollen die Hilfe nicht annehmen, aber das Kindeswohl ist gefährdet bzw. wird das vermutet, wird sich das Jugendamt ans Familiengericht wenden, das eine Unterbringung gegen den Willen der Eltern anordnen kann.

Kinder werden also nach belastenden Erfahrungen Pflegekinder. Sie haben bereits Vernachlässigung, Verletzungen ihrer Persönlichkeit oder Überforderung erlebt.

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